Am 10. Mai fand zum dritten Mal der bundesweite Aktionstag für nachhaltiges Waschen statt. Am jenem Tag im Jahr will man die deutschen Haushalte darüber informieren, wie ein ressourcenschonender Umgang mit der Wasch- und Spülmaschine wie auch mit den Reinigungsmitteln nicht nur Energie und Wasser spart und damit die Umwelt entlastet, sondern auch den eigenen Geldbeutel.
Bessere Information über die Problemstoffe in Waschmitteln gibt es mittlerweile auch auf deren Verpackungen. Das verlangt die EG-Detergenzienverordnung, die im Oktober 2005 in Kraft getreten ist. Seit jenem Tag müssen Hersteller bestimmte Inhaltsstoffe auf der Verpackung kennzeichnen: Zum einen sind Konservierungsmittel unab-hängig von ihrem Gehalt im Produkt namentlich zu nennen (Beispiel: Phenoxyethanol). Zum anderen müssen die Namen von 26 Duftstoffen – z.B. Geraniol, Farnesol, Isoeugenol – die Verpackung zieren, wenn sie mit mehr als 0,01 Prozent im Mittel enthalten sind . Diese Hinweise dienen dem Schutz von Allergikern.
Im Fall der umweltbelastenden Substanzen in Waschmitteln, den so genannten Tensiden, wird in der neuen Ver-ordnung erstmals deren vollständiger Abbau vorgeschrieben: Es dürfen nur noch solche Chemikalien als Tenside eingesetzt werden, die sich binnen vier Wochen unter strengen Laborbedingungen zu 60 Prozent komplett in Koh-lendioxid, Wasser und Mineralsalze zerlegen lassen. Genauso wichtig wie Informationen über die Inhaltsstoffe ist die umweltgerechte Anwendung der Waschmittel. Deshalb geben wir Ihnen hier Tipps für cleveres Waschen:
Wie funktioniert eigentlich nachhaltiges Waschen?
- Vermeiden Sie Verpackungsabfall, indem Sie die weniger materialaufwändige Nachfüllpackungen kaufen oder Pulver verwenden, das aufgrund seines geringeren Volumens ebenfalls Verpackungsmaterial einspart.
- Sortieren Sie die Wäsche vor, denn wenn Sie für jeden Wäscheposten das am besten geeignete Programm wählen, sparen Sie Waschmittel und Energie.
- Füllen Sie die Maschine so voll, wie es für die Textilart und das Programm optimal ist.
- Dosieren Sie das Waschmittel genau nach Verschmutzung und Härtegrad des Wassers. Infos hierzu finden Sie auf der Verpackung. Unterdosierung kann dazu führen, dass die Wäsche möglicherweise noch einmal gewaschen werden muss.
- Verwenden Sie die niedrigste empfohlene Waschtemperatur und verzichten Sie auf den Kochwaschgang.
Nachhaltiges Maschinenspülen, wie geht nun das wieder?
- Grobe Speisereste in den Abfall entsorgen.
- Geschirr nicht von Hand vorspülen.
- Geschirr so einräumen, dass alle Flächen von Wasserstrahlen getroffen werden können.
- Geschirrspüler möglichst voll beladen, dabei Berührung der Geschirrteile untereinander vermeiden.
- Reiniger, Klarspüler und Regeneriersalz einzeln oder als Systemprodukt entsprechend der Herstellerempfeh-lung einsetzen.
- Spülprogramm und –temperatur nach Geschirrart und Verschmutzungsgrad mit Hilfe der Herstellerangaben auswählen.
Nachhaltiges Maschinenspülen, wie geht nun das wieder?
- Grobe Speisereste in den Abfall entsorgen.
- Geschirr gleich spülen oder mit wenig kaltem Wasser vorspülen.
- Angetrocknetes und Eingebranntes in möglichst heißem Wasser mit wenig Spülmittel einweichen.
- In einem mit heißem Wasser und der empfohlenen Menge an Spülmittel gefüllten Becken spülen. Bei empfindlicher oder vorgeschädigter Haut Handschuhe benutzen.
- Nicht unter fließendem Wasser spülen.
- Spül- und Trockentuch gegebenenfalls täglich wechseln und bei 60°C waschen.
Weitere Unklarheiten zu Wasch- und Reinigungsmitteln löst das Umweltbundesamt auf, schreiben Sie eine E-mail mit Ihren Fragen an detergenzien@uba.de
Weitere Antworten auf häufige Fragen zum Waschen und Spülen sowie einen Wasch- oder Spülmaschinenrechner finden Sie unter
www.haushaltstechnik.uni-bonn.de/waschtag/
Ein Broschüre zu den neuen Regeln für Wasch- und Reinigungsmittel können Sie downloaden unter
www.ikw.org/pdf/broschueren/Faltblatt_Detergenzien.pdf
